Ein Airstreamer begibt sich auf Entdeckungsreise und Selbstfindung

Die Verletzung war katastrophal. Die Knochen in Brian Wards Fuß wurden gebrochen und zerquetscht. Die Dinge waren miserabel und wurden immer schlimmer statt besser. Brian konnte nicht ohne einen Stock gehen. Er konnte nicht so arbeiten wie zuvor. Schmerz war sein ständiger Begleiter und Medikamente waren ein notwendiges Hilfsmittel die mit Ihren eigenen Nebenwirkungen einhergingen. Er war 33 Jahre alt und hatte das Gefühl, dass sein Leben nie wieder so sein würde wie früher.

„Irgendwie ist mir alles entglitten“, erinnert er sich. „Ich habe auf mein Leben geschaut und darüber sinniert, dass all die Dinge die ich geplant hatte, niemals passieren werden.“ Schließlich fand Brian einen Arzt für Schmerztherapie der ihm half, die richtigen Medikamente zu nehmen und etwas von der Kraft wiederzugewinnen die er verloren hatte.

„Meiner Frau und mir wurde auf einmal klar wie kostbar und kurz die Zeit ist um die schönen Dinge im Leben zu tun „, sagt Brian. „Es war wichtig für uns, unser Leben zu verändern und es nicht für selbstverständlich zu halten.“

Also haben Brian und seine Frau Brandi ihr Haus verkauft. Brian reduzierte die Tätigkeit in seiner Anwaltskanzlei. Das Paar zahlte alle Ihre Kredite zurück, reduzierte die Ausgaben und traf die Entscheidung, ein Leben voller Dinge aufzugeben – für ein Leben voller Erfahrungen!
„Wir haben uns an die eigene Nase gepackt und diesen wahnsinnigen Sprung gemacht um unser Leben neu auszurichten“, sagt Brian.

Sie schauten sich einige unterschiedliche Reisemobile und Wohnwagen an aber es war Brandis Sinn für schönes Design der sie zu Airstream führte. Brian hingegen gefiel den Airstream wegen seiner Langlebigkeit, der Tatsache, dass Sie in Amerika handgefertigt werden und so wert stabil sind. Das Paar kaufte eine Flying Cloud 26U und versprach sich gegenseitig, so viel Zeit wie möglich auf der Straße zu verbringen.

Die Erfahrung war transformativ. Sie campten in den Bergen der Sierra Nevada in Kalifornien und unternahmen eine achtwöchige Reise durch den amerikanischen Südwesten. Sie erkundeten den Süden von Colorado, Santa Fe, die Carlsbad Caverns und die Nationalparks von Utah. Unterwegs haben sie erstaunliche Sonnenuntergänge gesehen, ihre Reisen auf Instagram dokumentiert und auch einige Abenteuer erlebt.

Als wir aus den Sierras herauskamen und auf Serpentinen in das Death Valley hinunterfuhren waren meine Knöchel schon weiß vor Anspannung. Aber auf dem langen Weg quer durch die Wüste nach Las Vegas legte ich dann den Tempomat ein und begann mich zu entspannen.

„Plötzlich höre ich dieses Grollen, und es wurde immer lauter“, erinnert er sich. „Als Wohnwagen Neuling befürchtetet ich natürlich ich hätte etwas vermasselt. Ich dachte, gleich wird mein Anhänger hinter mir in einem Feuerball explodieren.“

Das grollende Crescendo steigerte sich zu eine einem brüllenden Getöse. Brian wollte gerade stehen bleiben, als plötzlich ein Kampfjet im Tiefflug über Sie hinwegdonnerte. Der Jet war wohl auf einem Übungsflug, und als ob er sich für den Witz entschuldigen wollte, gab der Pilot ihnen einen kleinen Flügelwinker als er davonflog. „Einige Monate später finde ich es jetzt großartig“, lacht Brian. „Aber es ist buchstäblich die schrecklichste Erfahrung, die ich je erlebt habe. Ich habe später von einigen Leuten auf Instagram erfahren, dass das wohl ein bekanntes Phänomen ist. „Anscheinen nutzen die Piloten auf Übungsflügen andere Verkehrsteilnehmer als Anflugziele.“

Während der „Angriff“ eines Kampfflugzeugs eine unbekannte Art von Angst auslöste, war es eine andere Situation, die Brian half, seine alte Verletzung zu überwinden und seine neue Lebensphilosophie zu festigen. Während eines Besuchs im Utah Zion National Park, wanderte Brian den berühmten Angel’s Landing Trail. Eine anstrengende Wanderung über 5,4 Meilen entlang schmaler Pfade, die 500 Meter tief in den Zion Canyon hin abfallen. Er nahm sich Zeit und folgte dem Pfad langsam und gleichmäßig. Machte viele kleine Pausen und kämpfte gegen den Drang an umzukehren.

Als er auf den Gipfel ankam und die fantastische Aussicht auf den Zion Canyon erblickte, wusste Brian, dass er mehr als nur das Ende des Pfades erreicht hatte.

„Es ist schwer für mich auszudrücken“, sagt er. „Vor zweieinhalb Jahren war es noch Problem für mich Lebensmittel einzukaufen zu gehen. Fünfhundert Meter irgendwo hoch zu klettern und auf dem Gipfel zu stehen – das war für mich damals unvorstellbar.

Heute erzählt Brian seine Geschichte in der Hoffnung andere zu inspirieren. Menschen die so wie er schwere Verletzungen erlitten haben oder behindert sind. Viele Nationalparks bieten barrierefreie Zugänge und kostenlosen Eintritt für Menschen mit Behinderungen. Er erzählt seine Geschichte auch in der Hoffnung Diejenigen zu inspirieren, die das Leben als so planbar betrachten.

„Viele Leute warten mit der Erfüllung Ihrer Träume bis zur Pensionierung“, sagt er. „Aber es gibt keine Garantie, dass das auch noch funktionieren wird. Wenn du diese Art von Leben willst, musst du es einfach tun und zwar so früh wie möglich! Unser Airstream ermöglicht uns dieses Leben „im Jetzt“ zu leben. Du bewegst dich zwar immer weiter, aber du nimmst dir Zeit. Wenn man immer im Stress ist, sich permanent um irgendetwas sorgen macht, dann verrinnt die Zeit und Du verpasst unheimlich viel!“